Freitag, 14. Juli 2017

„Rock my life“ oder „Die Rockmusik und ich“

Zu diesem Beitrag inspiriert, hat mich, wie ihr euch sicher denken könnt, Rockherz, denn darum dreht sich es sich ja heute schon den ganzen Tag. 

Warum genau das so war, habe ich ja schon angedeutet.
Es liegt ganz einfach daran, dass es mir ähnlich ging wie Almond. Ich mochte es laut, ich mochte Gitarren und ich liebte es, und liebe es auch heute noch, wenn das Schlagzeug sich beinah überschlug. Die ersten Rockbands mit denen ich Kontakt hatte, war Queen, welche ich bis heute noch gern höre. Freddie Mercury ist/ war für mich ein wahnsinnig talentierter Mann mit einer Stimme die eine Gänsehaut verursacht. Unvergessen Bohemian Rhapsody. Ich liebe dieses Lied.

Wer es nicht kennt hier ist der Link: Queen- Bohemian Rhapsody

Irgendwann kamen dann Linkin Park, Green Day, Muse, Limp Bizkit, Marilyn Manson, Nightwish und so weiter.. Das lässt sich ewig so weiterführen.

Zu was machte mich das wohl? Nicht gerade zu jemanden der oft mit anderen Mädchen abhing. *grins* Ich gestehe, hiermit auch, dass ich eine Boybandphase hatte (erzählt das nur Niemanden), aber die hielt jetzt auch nicht so lange. Neben dem nicht allzu großen Interesse an Boybands kam (und das hat sich bis heute gehalten), ich mochte nicht unbedingt Röcke oder Kleider, meine Haare sind, waren, kurz und ich hab mich so gut wie nie geschminkt. Es hat mich halt nicht interessiert, genauso wenig wie es das heute tut. Ich schminke mich so gut wie nie, trage den Großteil der Zeit Jeans, Chucks und Shirt. Ich mag kein rosa oder pink und das stößt bei vielen nicht unbedingt auf Gegenliebe. Who cares? Ich muss mich wohlfühlen.

Im zarten Alter von vielleicht vierzehn, habe ich meine Liebe zur Rockmusik entdeckt und bin ihr bis heute treu geblieben, weil sie es einfach ist, die mir aus dem Herzen spricht und bei der mir eben jenes aufgehen lässt. Versteht mich nicht falsch, ich mag auch andere Musikrichtungen, aber früher oder später kehre ich immer wieder zurück. Natürlich ändern sich die Geschmäcker und meiner hat sich ebenfalls weiterentwickelt. Linkin Park höre ich mittlerweile einfach nicht mehr (ist irgendwie nicht mehr meins), dafür haben Volbeat, Skillet,Thousand Foot Krutch und Bring me the Horizon mein Herz erobert. Einzig die Liebe zu Queen und zu einigen Songs von Alice Cooper ist geblieben.

Warum ich mich Almond so nah fühlte...

Die Situation kennen wahrscheinlich einige.
Es gab eine Zeit in meinem Leben, da ging es mir wie Almond und ich wusste nicht was ich wollte. Jeder wollte nur mein Bestes und gab kluge Ratschläge. Ich habe die Ratschläge beherzigt, aber ich war nie mit dem Herzen dabei. Ich zog es trotzdem durch, denn wie sagen Eltern immer so schön: „Du brauchst einen ordentlichen Abschluss und eine solide Ausbildung.“ Recht haben sie, aber was, wenn man nicht glücklich damit ist? Ich war so semi - glücklich. An Station Nummer 1 scheiterte ich, aber ich fand trotzdem eine Ausbildungsstelle. Ich machte sie, weil mir nicht viel anderes übrig blieb. Ich bereue es nicht wirklich, denn jetzt arbeite ich in einem Teilbereich meines Ausbildungsberufes und es macht mir Spaß. Was allerdings nicht so toll war, war die Tatsache, dass ich meinen „Traum“ vom Tierheilpraktiker in den Wind schrieb, weil man mir sagte, dass das keine Zukunft hätte. Schau an, nach zwei Jahren Ausbildung wurde festgestellt, dass es den Beruf der Assistentin für Wirtschaftsinformatik auch nicht mehr wirklich gab und man nur mit einer Weiterbildung weiterkommen würde. Das Schlimmste war eigentlich der Spruch: Hättest du Mal doch die Ausbildung mit den Tieren gemacht. Hätte, hätte Fahrardkette.
Vorteil: 2 weitere Jahre Schule und auf diversen Festivals und Konzerten rumdrücken und ganz ehrlich? Ich war jung, ich wollte feiern und das jedes Wochenende. Eines davon ist besonders ich Gedächtnis geblieben, ein Wochenende lang in Ferropolis im strömenden Regen Party machen. Nur ich und meine damalige beste Freundin. Das ist jetzt 10 Jahre glaube ich her und die Freundschaft ist auch mehr oder weniger Geschichte. Schade, aber so ist das Leben. Trotzdem erinnere ich mich noch an das Gefühl vor der Bühne zu stehen, zu tanzen und mit wildfremden Menschen abzurocken.
Mittlerweile bin ich erwachsen (ahahahahahaha), haben meinen Weg gefunden und bin zufrieden und glücklich mit mir und meinem Leben. Das mag jeder sehen wie er will, denn auch hier gibt es zeitweise kritische Stimmen, aber ich fühle mich wohl und mir geht es gut. Un darauf kommt es mir an.
Verbesserungen sind natürlich möglich, aber so viel mehr würde ich gar nicht ändern wollen. Ich habe meinen Weg gefunden und wem das nicht passt ... Pech gehabt.


Warum Rockkonzerte einfach toll sind...

Ich liebe Atmosphäre auf Rockonzerten, obwohl die Besuche auf solchen weniger geworden sind, weil einfach keiner mitgeht. Die Energie, die Erwartungen, das freundschaftliche Miteinander, die losgelöste Stimmung, die Gespräche mit wildfremden Menschen, die Heiserkeit am nächsten Tag vom Mitsingen, selbst den Pogo, auch wenn ich davon mittlerweile Abstand nehme. Ich bin zu alt für den Mist und irgendwie war es früher auch nicht ganz so extrem. ;)
Jeder der schon einmal auf solch einem Konzert war, weiß wovon ich rede.
Zum Schluss will ich eigentlich nur sagen: Diese Musik wird mich immer begleiten, denn sie ist ein Teil von mir und ich verbinde tolle Erinnerungen damit. Sie sorgt für Euphorie, bringt mich zum Lächeln, tröstet mich, bringt mich zum Tanzen und Herumspringen. Das ist es was mich glücklich macht und auch an nicht so tollen Tagen auffängt. 

Um es mit den Worten von Alexandra mir gegenüber zu sagen:
Es gibt da irgendwie zwei Lager: Die einen, die schon immer wussten, wo ihr Weg lang geht. Die können mit der Geschichte so gar nix anfangen. Aber dann gibt's eben auch Leute, wie du und ich, denen es ähnlich ging und die verstehen, was in einem vorgeht, wenn man eigentlich niemand verletzen will und denkt, man enttäuscht alle, wenn man tut, was man gerne tun würde. Rock on.

Und um es mit Herbert Grönemeyers Worten zu sagen:
Ich mag Musik nur, wenn sie laut ist. Wenn der Boden unter den Füßen bebt….

Liebe Grüße,

Sanne

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