Mittwoch, 26. Oktober 2016

All we need is a Happy Ending...oder nicht?

Hallo meine Lieben.

Ich widme mich heute dem Thema Happy End.

Der Großteil von uns möchten es und fast jeder liebt es, wenn eine Geschichte so ausgeht, dass der strahlende Ritter auf seinem weißen Ross daher kommt und die Protagonisten glücklich bis an ihr Lebensende zusammen sind. 

Doch nicht immer kommt es so wie man es sich wünscht, denn nicht jedes Buch kann mit dem typischen Happy End oder gar mit einem glücklichen Ende aufwarten. Manchmal ist es eben wie im richtigen Leben.

Ich gehöre ebenfalls zu den Menschen, die es lieben, wenn am Ende alles gut wird und die Charaktere glücklich zueinander finden. Doch was, wenn es auch einen anderen Weg gibt? Einen der eben nicht das typische Happy End beschreitet, sondern eines was einem als Leser zwar das Herz zerreißt, aber passt wie die Faust aufs Auge? Macht es das Buch schlechter?

Ich sag NEIN, denn das Ende muss zur Story passen.

Ich hab mich mal in Netz schlau gemacht und konnte vier verschiedene Arten von Enden ausmachen:

1) Happy End – alle sind glücklich, lieben sich und werden alt miteinander (schmacht..seufz)

2) Sad/ Bad End – keiner ist glücklich, denn das Böse hat gewonnen (Muhahaha)

3) Sappy End – Welt gerettet, aber der/ die Geliebte hat nicht überlebt und sich geopfert (schnief)

4) Open End – nix ist gelöst und der Leser bleibt mit jeder Menge Fragen zurück (grummel)

Das Happy End, lässt uns nach dem Lesen mit einem tollen Gefühl zurück und sagt uns: Alles wird gut.

Das Sad/ Bad End, lässt uns mit einem, nun ja sagen wir, blöden Gefühl zurück, denn seien wir ehrlich, das Böse sollte nicht triumphieren. ;)

Sappy Ends, lassen uns mit Tränen in den Augen zurück, da sich immer einer opfert um die Anderen zu retten. 

Open Ends, finde ich wirklich grausam dem Leser gegenüber, zumindest bei Einteilern. Ich hätte die Geschichte dann doch gern abgeschlossen und nicht jede Menge Fragen, die unbeantwortet bleiben.

Zu den Wohl bekanntesten Sappy Ends gehört eindeutig Shakespeares Werk Romeo und Julia. Es glänzt durch ein tragisches Ende und trotzdem, vielleicht auch genau deswegen, blieb es bei mir hängen. Eine schöne Liebesgeschichte, die ein tragisches Ende nimmt. (Sorry für den Spoiler)

Mir sind jetzt schon einige Bücher untergekommen, in denen nicht immer das typische Ende auf einen wartet, aber deshalb sind diese Bücher nicht schlecht. Sie haben ein passendes Ende, auch wenn ich mir das während der Story anders ausgemalt habe. Autoren können manchmal wirklich grausam sein. ;)

Doch muss ein Happy End wirklich sein? Für mich, selbst als Harmonie und heile Welt bedürftigen Menschen, nicht unbedingt. Das Buch kann mich auch gern mit seinem Ende überraschen. Eine zum Ende hin aufgezwungene Liebesgeschichte nur damit die Story ein glückliches Ende nimmt, nur um den Leser glücklich zu machen, mag ich auch nicht haben.

Ich bin ehrlich: Jedes Ende hat seinen Reiz, denn wenn es ins große Finale geht und der Held sich, trotz der Liebe, opfert, dann ist ein bittersüßes Ende, das man so schnell nicht vergisst und mit dem leben kann. Sicher verteufele ich den Autor/ die Autorin, aber die Welt hat überlebt. Das ist doch auch schon etwas.
 
Wie steht ihr zum Thema Happy End? Ich freue mich auf euer Feedback.
 
Eure Sanne
 

Kommentare:

  1. Man flehte mich bereits mehrfach an, endlich ein Happy End zu verfassen... ich schaffe es einfach nicht. Persönlich glaube ich, es liegt echt am Autor und der Geschichte. So unterschiedlich wie die Menschen sind, so unterschiedlich sind eben auch Bücher. Auch offene Enden mag ich, weil ich mir dann selbst ausmalen kann wie es weiter geht. Leider wird das heute nicht mehr gewollt. Leser wollen sehr viel erklärt haben. Finde ich manchmal schade, weil ich eigentlich Bücher bevorzuge, in denen ich auch etwas Spielraum habe. Z.B. wie ich mir eine Person vorstelle oder Mimik und Gestik.

    Liebe Susanne, danke für den tollen Beitrag!
    Liebe Grüße!

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  2. Liebe Steffi,

    danke für deinen Beitrag. Wie gesagt, ist ein Happy End nicht immer ein Muss, schließlich gibt es das im realen Leben ja auch nicht immer. Viele Allerdings lechzen danach, weil sie wenigstens in Büchern erleben wollen wie alles gut wird. Ich glaube, dass das der Hauptantrieb ist.

    Spielraum am Ende von Büchern hat man ja manchmal trotzdem noch. Zum Beispiel bei Bad oder Sad Ends. Ich stell mir dann gern vor wie es mit dem/den Protagonisten weitergeht. Ich hab ein Buch im Regal stehen bei dem ich mir immer noch ausmale wie es wohl weiter geht. Die Prota wurde von ihrer großen Liebe getrennt, kehrt in ihre eigene Welt zurück und ist schwanger von ihm. Beide leben, nur eben in unterschiedlichen Welten. Solche Sachen lassen auch Raum für die Vorstellungskraft.

    Liebe Grüße Susanne

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